ARCHITEKTUR

Der Museumsbau entsteht am Nordflügel des Schlosses Nymphenburg, direkt neben den bestehenden Flächen des gegenwärtigen Museum Mensch und Natur. Noch befindet sich dort ein ehemaliges Institutsgebäude der LMU, ein schlichter Bau aus den 1960er Jahren in den Umrissen des im Schlossgrundriss gegenüberliegenden Schwaigebaus, das sich für eine Museumsnutzung jedoch nicht eignet.

Die Herausforderung bei der Gestaltung des Museums besteht darin, das Ensemble des Nymphenburger Schlosses sensibel zu ergänzen und doch ein Museum zu entwerfen, das seiner überregionalen Bedeutung gerecht wird.

Um mehr zu den einzelnen architektonischen Aspekten zu erfahren, fahren Sie bitte mit der Maus über die Infozeichen in den Bildern.

  • DAS WETTBEWERBSMODELL

    Das Bild zeigt das Wettbewerbsmodell aus dem Jahr 2014, in dem das renommierte Büro Staab Architekten aus Berlin den für das künftige Museum ausgelobten Architektenwettbewerb gewann. Der Wettbewerb wurde durch den Freistaat Bayern in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt München und unter Einbindung des zuständigen Bezirksauschusses durchgeführt. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen haben die Belange der Denkmalpflege in das Wettbewerbsverfahren eingebracht. Das neue Gebäude wird das aus der Nachkriegszeit (1960/70er Jahre) stammende, ehemalige Lehrstuhl- und Laborgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München, in dem ein modernes Naturkundemuseum nicht realisierbar ist, ersetzen.
    MEHR FLÄCHE

    MEHR FLÄCHE

    Das neue Museum wird eine Gesamtfläche von rund 12.800qm haben. Es wird bestehen aus:
    • dem derzeitigen Bau (hier blau), in dem das Museum Mensch und Natur untergebracht ist. Dieser Gebäudeteil wird denkmalgerecht saniert. Künftig werden hier Museumswerkstätten und Verwaltung untergebracht sein.
    • einem Neubau (grün), der das gegenwärtige Gebäude aus der Nachkriegszeit ersetzt. Hier befinden sich später Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen. Diese verdreifacht sich so von derzeit 2.500qm im Museum Mensch und Natur auf 7.000qm im künftigen Museum.

    WAS WIRD MIT DEM WETTBEWERBSMODELL ABGEBILDET? UND WAS NICHT?

    Der Wettbewerbsentwurf (2014) legt die grundsätzlichen städtebaulichen und architektonischen Rahmenbedingungen wie die Fortsetzung der Erschließungslogik des Schlosses, die mögliche Anbindung an den Botanischen Garten und die Adressbildung fest und klärt die Dachform und Abmessungen des Gebäudes; in den folgenden Planungsschritten werden derzeit in Abstimmung mit allen Beteiligten die Grundrisse und Fassaden entwickelt. Im September 2017 haben die architektonischen Pläne einen ersten Entwicklungsstand erreicht und wurden der Öffentlichkeit präsentiert. Diesen stellen wir Ihnen auf den folgenden Bildern vor.
    • DAS WETTBEWERBSMODELL

      Das Bild zeigt das Wettbewerbsmodell aus dem Jahr 2014, in dem das renommierte Büro Staab Architekten aus Berlin den für das künftige Museum ausgelobten Architektenwettbewerb gewann. Der Wettbewerb wurde durch den Freistaat Bayern in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt München und unter Einbindung des zuständigen Bezirksauschusses durchgeführt. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen haben die Belange der Denkmalpflege in das Wettbewerbsverfahren eingebracht. Das neue Gebäude wird das aus der Nachkriegszeit (1960/70er Jahre) stammende, ehemalige Lehrstuhl- und Laborgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München, in dem ein modernes Naturkundemuseum nicht realisierbar ist, ersetzen.
    • MEHR FLÄCHE

      MEHR FLÄCHE

      Das neue Museum wird eine Gesamtfläche von rund 12.800qm haben. Es wird bestehen aus:
      • dem derzeitigen Bau (hier blau), in dem das Museum Mensch und Natur untergebracht ist. Dieser Gebäudeteil wird denkmalgerecht saniert. Künftig werden hier Museumswerkstätten und Verwaltung untergebracht sein.
      • einem Neubau (grün), der das gegenwärtige Gebäude aus der Nachkriegszeit ersetzt. Hier befinden sich später Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen. Diese verdreifacht sich so von derzeit 2.500qm im Museum Mensch und Natur auf 7.000qm im künftigen Museum.
    • WAS WIRD MIT DEM WETTBEWERBSMODELL ABGEBILDET? UND WAS NICHT?

      Der Wettbewerbsentwurf (2014) legt die grundsätzlichen städtebaulichen und architektonischen Rahmenbedingungen wie die Fortsetzung der Erschließungslogik des Schlosses, die mögliche Anbindung an den Botanischen Garten und die Adressbildung fest und klärt die Dachform und Abmessungen des Gebäudes; in den folgenden Planungsschritten werden derzeit in Abstimmung mit allen Beteiligten die Grundrisse und Fassaden entwickelt. Im September 2017 haben die architektonischen Pläne einen ersten Entwicklungsstand erreicht und wurden der Öffentlichkeit präsentiert. Diesen stellen wir Ihnen auf den folgenden Bildern vor.
    • EINE BESONDERE BEDEUTUNG

      Dem äußeren Erscheinungsbild des Museums kommt für die Einbindung in das historische Schlossensemble besondere Bedeutung zu: Die Fassade stellt einerseits sicher, dass sich der Neubau harmonisch mit dem einzigartigen Barockensemble des Nymphenburger Schlosses verbindet, andererseits hat sie die Aufgabe, das Gebäude nach außen hin als überregional bedeutendes Museum sichtbar zu machen und zum Besuch anzuregen.

      GEBÄUDEHÖHE

      Die Architekten knüpfen an die Visionen von Hofbaumeister Joseph Effner (1687-1745) an, der um 1715 einen Gesamtplan für Schloss Nymphenburg entwarf. Dieser legte mit dem Bau der äußeren Erweiterungen einen Höhensprung zwischen den Gebäuden der Schlossanlage und den daran anschließenden, dienenden Gebäudeteilen fest. Entsprechend dem südlichen Pendant in der Schlossanlage, dem Schwaigebau, greift der Neubau den historisch vorgesehenen Höhensprung auf und übernimmt die äußeren Abmessungen und die First- und Traufkanten seines Vorgängerbaus.

      GLIEDERUNG UND FARBIGKEIT

      Joseph Effner differenzierte die Fassaden der beiden Gebäudeteile in Farbe und Detaillierungsgrad: Die Gebäude der Schlossanlage wurden mit aufwändigen Fassaden- und Putzstrukturen in graublau und weiß versehen, während die Nebengebäude eher schmucklose, weiß gekalkte Putzfassaden mit leicht strukturierten, gelben Putzfaschen erhielten. Analog zu den Nebengebäuden wurde später die von Joseph Effner geplante Rondellbebauung gestaltet, die zusammen mit den Nebengebäuden die Schlossanlage rahmt. Staab Architekten greifen die Gliederung und die Farbigkeit der historischen Nebengebäude auf und übersetzen sie in eine zeitgemäße, mit dem Schlossensemble harmonierende Fassade.
      Mehr zur Fassade erfahren Sie im nächsten Bild.
      • EINE BESONDERE BEDEUTUNG

        Dem äußeren Erscheinungsbild des Museums kommt für die Einbindung in das historische Schlossensemble besondere Bedeutung zu: Die Fassade stellt einerseits sicher, dass sich der Neubau harmonisch mit dem einzigartigen Barockensemble des Nymphenburger Schlosses verbindet, andererseits hat sie die Aufgabe, das Gebäude nach außen hin als überregional bedeutendes Museum sichtbar zu machen und zum Besuch anzuregen.
      • GEBÄUDEHÖHE

        Die Architekten knüpfen an die Visionen von Hofbaumeister Joseph Effner (1687-1745) an, der um 1715 einen Gesamtplan für Schloss Nymphenburg entwarf. Dieser legte mit dem Bau der äußeren Erweiterungen einen Höhensprung zwischen den Gebäuden der Schlossanlage und den daran anschließenden, dienenden Gebäudeteilen fest. Entsprechend dem südlichen Pendant in der Schlossanlage, dem Schwaigebau, greift der Neubau den historisch vorgesehenen Höhensprung auf und übernimmt die äußeren Abmessungen und die First- und Traufkanten seines Vorgängerbaus.
      • GLIEDERUNG UND FARBIGKEIT

        Joseph Effner differenzierte die Fassaden der beiden Gebäudeteile in Farbe und Detaillierungsgrad: Die Gebäude der Schlossanlage wurden mit aufwändigen Fassaden- und Putzstrukturen in graublau und weiß versehen, während die Nebengebäude eher schmucklose, weiß gekalkte Putzfassaden mit leicht strukturierten, gelben Putzfaschen erhielten. Analog zu den Nebengebäuden wurde später die von Joseph Effner geplante Rondellbebauung gestaltet, die zusammen mit den Nebengebäuden die Schlossanlage rahmt. Staab Architekten greifen die Gliederung und die Farbigkeit der historischen Nebengebäude auf und übersetzen sie in eine zeitgemäße, mit dem Schlossensemble harmonierende Fassade.
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      • FASSADE - FENSTER

        Die innere Organisation des Museums ermöglicht großzügige Fensteröffnungen im Erdgeschoss. Diese gliedern die Fassade rhythmisch und sind in Anlehnung an die historischen Putzfaschen farbig eingefasst. Auch im ersten Obergeschoss sind Fenster vorgesehen.

        ZUGANG ZUM SCHLOSSHOF

        Die öffentliche Zugänglichkeit der Schlosshöfe wird mit dem Neubau des Naturkundemuseums fortgeschrieben. Zwei Torbögen an den Schmalseiten des Museumshofs greifen ein vorhandenes Motiv der Schlossanlage auf und ermöglichen den Durchgang von der Maria-Ward-Straße zum Botanischen Garten. Diese Durchlässigkeit kann zukünftig auch für eine stärkere Verbindung der Sehenswürdigkeiten Schloss, Naturkundemuseum und Botanischer Garten genutzt werden.

        DAS DACH

        Die mineralische Keramikdeckung des Daches wird in Übereinstimmung mit den Forderungen des Denkmalschutzes auf die benachbarten Dachflächen des Schlosses abgestimmt

        GEBÄUDETIEFE

        Die äußeren Abmessungen und die First- und Traufkanten werden vom Vorgängerbau übernommen. Um eine für die Museumsnutzung geeignete Gebäudetiefe zu erreichen, wird die nördliche Innenhoffassade, von außen nicht wahrnehmbar, in Richtung Innenhof verschoben.

        GLIEDERUNG DER GESCHOSSE

        Eine geschossweise Gliederung der Fassade wird über eine unterschiedliche Rhythmisierung der Fenster im Erdgeschoss und der geplanten Fenster und des Fassadenreliefs im Obergeschoss erreicht.
        • FASSADE - FENSTER

          Die innere Organisation des Museums ermöglicht großzügige Fensteröffnungen im Erdgeschoss. Diese gliedern die Fassade rhythmisch und sind in Anlehnung an die historischen Putzfaschen farbig eingefasst. Auch im ersten Obergeschoss sind Fenster vorgesehen.
        • ZUGANG ZUM SCHLOSSHOF

          Die öffentliche Zugänglichkeit der Schlosshöfe wird mit dem Neubau des Naturkundemuseums fortgeschrieben. Zwei Torbögen an den Schmalseiten des Museumshofs greifen ein vorhandenes Motiv der Schlossanlage auf und ermöglichen den Durchgang von der Maria-Ward-Straße zum Botanischen Garten. Diese Durchlässigkeit kann zukünftig auch für eine stärkere Verbindung der Sehenswürdigkeiten Schloss, Naturkundemuseum und Botanischer Garten genutzt werden.
        • DAS DACH

          Die mineralische Keramikdeckung des Daches wird in Übereinstimmung mit den Forderungen des Denkmalschutzes auf die benachbarten Dachflächen des Schlosses abgestimmt
        • GEBÄUDETIEFE

          Die äußeren Abmessungen und die First- und Traufkanten werden vom Vorgängerbau übernommen. Um eine für die Museumsnutzung geeignete Gebäudetiefe zu erreichen, wird die nördliche Innenhoffassade, von außen nicht wahrnehmbar, in Richtung Innenhof verschoben.
        • GLIEDERUNG DER GESCHOSSE

          Eine geschossweise Gliederung der Fassade wird über eine unterschiedliche Rhythmisierung der Fenster im Erdgeschoss und der geplanten Fenster und des Fassadenreliefs im Obergeschoss erreicht.
        • VERGLASUNG

          Im Innenhof nutzen die Architekten die Möglichkeit, die Museumsnutzung mit einer großzügigen Verglasung stärker in den Vordergrund treten zu lassen.

          EINGANG ZUM MUSEUM

          Im Innenhof liegt der Haupteingang zu Museum.

          INNENHOF

          Der Innenhof ist zugleich Vor- und Außenbereich des Museums, in dem dieses Anreize setzen kann, und in dem auch ein geeigneter Ort für ein Café entsteht.

          TORBOGEN

          Durchgang zum Botanischen Garten.
          • VERGLASUNG

            Im Innenhof nutzen die Architekten die Möglichkeit, die Museumsnutzung mit einer großzügigen Verglasung stärker in den Vordergrund treten zu lassen.
          • EINGANG ZUM MUSEUM

            Im Innenhof liegt der Haupteingang zu Museum.
          • INNENHOF

            Der Innenhof ist zugleich Vor- und Außenbereich des Museums, in dem dieses Anreize setzen kann, und in dem auch ein geeigneter Ort für ein Café entsteht.
          • TORBOGEN

            Durchgang zum Botanischen Garten.

          DER RÜCKBLICK

          Den Wunsch nach einer Erweiterung des Museum Mensch und Natur gibt es seit dessen Eröffnung im Jahre 1990. Eine Erweiterung am aktuellen Standort wurde aber erst durch den genannten Umzug der LMU-Institute möglich. 2008 wurde ein erster Bauantrag an das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gestellt, der noch zwei Mal überarbeitet und 2012 genehmigt wurde. In der Folge wurde ein Architekturwettbewerb ausgelobt, den 2014 das renommierte Büro Staab Architekten aus Berlin gewonnen hat. Der Wettbewerb wurde durch den Freistaat Bayern in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt München und unter Einbindung des zuständigen Bezirksausschusses durchgeführt. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen haben die Belange der Denkmalpflege in das Wettbewerbsverfahren eingebracht. Das neue Gebäude wird das aus der Nachkriegszeit (1960/70er- Jahre) stammende ehemalige Lehrstuhl- und Laborgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München, in dem ein modernes Naturkundemuseum nicht realisierbar ist, ersetzen.

          DIE ARCHITEKTUR

          Der Neubau lehnt sich behutsam an das historische Schlossensemble in Nymphenburg an und ist gleichzeitig als moderner Museumsbau zu erkennen. Das neue Museum wird eine Gesamtfläche von rund 12.800 qm haben. Der weitere Planungsprozess wird etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen, bevor mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Das Büro Staab Architekten hat deutschlandweit Projekte wie den Neubau des Richard Wagner Museums in Bayreuth, für das das Büro 2017 mit dem Bayerischen Staatspreis »Bauen im Bestand« ausgezeichnet wurde, oder das Museum der Bayerischen Könige in Hohenschwangau realisiert, die für eine gelungene Einbettung neuer Architektur in bestehende historische Ensembles stehen. Einen wichtigen Anhaltspunkt zur Gestaltung des BIOTOPIA-Neubaus bildet die Weiterentwicklung der Schlossanlage durch den Architekten Joseph Effner ab 1715. Dieser legte mit dem Bau der äußeren Erweiterungen bereits einen Höhensprung zwischen den Gebäuden der Schlossanlage und den daran anschließenden, dienenden Gebäudeteilen fest. Auch differenzierte er die Fassaden der beiden Gebäudeteile in Farbe und Detaillierungsgrad: Die Gebäude der Schlossanlage wurden mit aufwändigen Fassaden- und Putzstrukturen in graublau und weiß versehen, während die Nebengebäude eher schmucklose, weiß gekalkte Putzfassaden mit leicht strukturierten, gelben Putzfaschen erhielten. Analog dazu wurde später die von Effner geplante Rondellbebauung gestaltet, die zusammen mit den Nebengebäuden die Schlossanlage rahmt.

          ZUM AKTUELLEN STAND

          In den letzten Monaten wurden die innere Organisation des Gebäudes, die Grundrisse, Nutzungsverteilungen und Schnitte des Museums entwickelt, um den mannigfaltigen und komplexen Anforderungen eines modernen, zukunftsweisenden Wissenschaftsmuseums gerecht zu werden. Gleichzeitig arbeiteten die Architekten am äußeren Erscheinungsbild, dem eine ganz besondere Bedeutung zukommt: Die Fassade soll dem Museum auf der einen Seite ein ansprechendes »Gesicht« verleihen, das es nach außen hin als Museum erkennbar macht und das zum Besuch einlädt. Auf der anderen Seite soll sie sich harmonisch mit dem einzigartigen Barockensemble des Nymphenburger Schlosses verbinden. Der Wettbewerbsentwurf (2014) hat die grundsätzlichen städtebaulichen und architektonischen Rahmenbedingungen wie die Fortsetzung der Erschließungslogik des Schlosses, die mögliche Anbindung an den Botanischen Garten und die Adressbildung festgelegt und die Dachform und Abmessungen des Gebäudes bestimmt; in den weiteren Planungsschritten werden nun in Abstimmung mit allen Beteiligten die Grundrisse und Fassaden entwickelt.

          Im September 2017 haben die architektonischen Pläne einen ersten Entwicklungsstand erreicht und wurden der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei der Weiterentwicklung haben Staab Architekten unter Einbeziehung der Anmerkungen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege Themen wie Gliederung und Rhythmus sowie Materialität und Farbigkeit der Fassade und darüber hinaus Struktur und Materialität der Dachdeckung präzisiert. Die städtebauliche Setzung des Wettbewerbsentwurfes bildet weiter die Basis für die Entwicklung. Der Museumsneubau orientiert sich typologisch an seinem südlichen Pendant in der Schlossanlage, dem Schwaigebau. Die äußeren Abmessungen und die First- und Traufkanten werden vom Vorgängerbau übernommen. Um eine für die Museumsnutzung geeignete Gebäudetiefe zu erreichen, wird die nördliche Innenhoffassade, von außen nicht wahrnehmbar, in Richtung Innenhof verschoben. Die öffentliche Zugänglichkeit der Schlosshöfe wird mit dem Neubau des Naturkundemuseums fortgeschrieben. Zwei Torbögen an den Schmalseiten des Museumshofs greifen ein vorhandenes Motiv der Schlossanlage auf und ermöglichen den Durchgang von der Maria-Ward-Straße im Osten in Richtung Botanischer Garten im Westen. Sie legen damit auch den Grundstein für eine Achse, die das Schloss über das Naturkundemuseum mit dem Botanischen Garten verbindet. Im Museumshof liegt der Haupteingang zum Museum. Der Hof ist zugleich der Vor- und Außenbereich des Museums, in dem das Museum erste Anreize setzen kann und auch ein geeigneter Ort für ein Café entsteht.

          Von besonderem öffentlichen Interesse war die Weiterentwicklung der Fassade und der Dachdeckung. Die Fassade des Neubaus greift nun expliziter die Farbigkeit und Gliederung der historischen Nebengebäude des Schlosses auf. Im jetzigen Planungsstadium lehnt sich eine putzähnliche, mineralische Fassadenoberfläche in einem sehr hellen Farbton an die weiß verputzten Nebengebäude an. Im Erdgeschossbereich werden durch die innere Neuorganisation großzügige Fensteröffnungen möglich, die nun als klarer Rhythmus aus stehenden Fensterelementen die Fassade gliedern und in Anlehnung an die historischen Putzfaschen farbig eingefasst sind. Auch im Obergeschoss sind Fenster vorgesehen. Eine geschossweise Gliederung der Fassade wird nach Angabe der Architekten über eine unterschiedliche Rhythmisierung der Fenster im Erdgeschoss und des Fassadenreliefs im Obergeschoss erreicht. Im Innenhof nutzen die Architekten die Möglichkeit, die Museumsnutzung mit einer großzügigen Verglasung stärker in den Vordergrund treten zu lassen. Um die Verwandtschaft zu den anliegenden Dachflächen zu stärken und den Forderungen des Denkmalschutzes entgegenzukommen, planen die Architekten eine mineralische Keramikdeckung. Diese schrittweise, in enger Abstimmung mit allen Beteiligten vollzogene Weiterentwicklung stellt sicher, dass das Museum – wie bereits zahlreiche vorangegangene Projekte der Architekten – sensibel auf alle Aspekte des Ortes eingeht und eines Tages wirken wird, als sei es immer schon dagewesen.

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          INFORMATIONEN ZUR ARCHITEKTUR



          BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern
          Maria-Ward-Str. 1a
          80638 München, Germany
          Phone: +49 (0)89 2180-72191
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